
Heiner Bludau war vom 2000-2010 Leiter
des Hauses der Stille und bis 2006 zugleich Pfarrer der Kirchgemeinde
Grumbach.
In den letzten Jahren der Strukturreform begleitete er PfarrerInnen und
Mitarbeitende der Sächsischen Landeskirche
seelsorgerisch. Dadurch war es ihm
möglich, das Haus und
sein Anliegen in der Landeskirche noch mehr bekannt zu machen sowie
weitere
Brücken in die Region zu bauen. So besuchten zunehmend Gruppen
von Studenten,
Kirchenvorstehern und Hauskreisen das Haus der
Stille.
Darüber hinaus etablierte er beispielsweise in Chemnitz und
Dresden die
Veranstaltungsreihe "Sehnsucht nach mehr", in der
regelmäßig Mystiker
interessierten Menschen näher gebracht wurden. Dabei entstand
auch eine
umfassende Zusammenarbeit mit dem Haus der Kirche
(Dreikönigskirche) in
Dresden.
Ebenso war Pfarrer Heiner Bludau
außerhalb unserer
Landeskirche ein
geschätzter Referent und Berater in Sachen evangelischer Spiritualität, was sich
nicht zuletzt in Kursanmeldungen von Gästen
außerhalb Sachsens niederschlug.
Die
Koordination
zwischen der Tätigkeit im Haus und der Wahrnehmung von
Außenterminen verstand
er stets eine als eine sich ergänzende Arbeit mit besonderer
Spannweite.
Im Laufe seiner Dienstzeit wuchs die Anfrage nach Einzelbegleitung, der
er mit
Gesprächsbereitschaft begegnete, was wiederum die Belegung des
Hauses mit
Einzelgästen zwischen den Kurswochenenden mit sich brachte. Er
öffnete das Haus
außerdem Angeboten mit einer stärkeren Einbeziehung
der menschlichen Sinne und
des menschlichen Körpers. So fanden im Jahresprogramm unter
der Rubrik
"Wege in die Stille" z.B. Kurse mit Tanz oder der Gestaltung von
Bildern als Ausdrucksform gelebter Spiritualität einen festen
Platz.
Wie auch sein Vorgänger Christian Schreier stellte sich Heiner
Bludau
den
Herausforderungen der Ökumene und vertiefte dabei die
Zusammenarbeit mit dem
Katholischen Bildungshaus Hoheneichen in Dresden. Neben
regelmäßigen
ökumenischen Exerzitienkursen, entstanden in dieser
Zusammenarbeit ein
Ausbildungskurs zum Exerzitienbegleiter sowie ein Bildungskurs
Geistliche
Begleitung, so dass die Angebote von Ehrenamtlichen im Haus der Stille
ausgebaut werden konnten.
All dies engagierte und segensbringende Tun war möglich, weil
er den Respekt
engagierter MitarbeiterInnen, ehrenamtliche Unterstützung, gute
Zusammenarbeit im
Kirchenbezirk sowie Unterstützung der Sächsischen
Landeskirche hatte.
Wir
wünschen ihm bei seiner neuen Tätigkeit als Pfarrer
der Evangelisch
Lutherischen Gemeinde in Turin auch weiterhin Gottes Segen für
sein Wirken.
Geboren
wurde Heiner Bludau 1956 in Bagdad im
Irak, wo sein Vater als Ingenieur an einem
Brückenbauprojekt arbeitete. Seine Kinder- und Jugendzeit
verbringt er in Starnberg in Oberbayern.
Nach dem Abitur in München interessieren ihn Philosophie und
Psychologie, er tritt den Jusos bei und arbeitet unter anderem als
freier Mitarbeiter eines Lokalblattes.
Ein begonnenes Studium
der katholischen Theologie und des Neuhebräischen
bricht
er ab, leistet dagegen Friedensdienst in Israel.
Anschließend macht
eine Ausbildung als Spezialbaufacharbeiter, beteiligt sich am Bau des
Antikriegshauses in Sievershausen und studiert schließlich
evangelische Theologie in Göttingen.
Nach einem Vikariat in Oberfranken, wird Gröbern
und Großdobritz bei Meissen 1991 seine erste Pfarrstelle. Er
gründet dort einen Meditationskreis, der Kontakt zum
Haus der Stille in Grumbach hält, dessen Leiter er im Jahr
2000 wird.
Pfarrer Heiner Bludau ist verheiratet, hat 2 Töchter und
engagierte
sich neben
seiner Tätigkeit im Haus der Stille u.a. im "Verein
für Jugendbegegnung in Theresienstadt/Terezin".

Haus
der Stille Grumbach in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen, Pfarrer Thomas Schönfuß, 01723
Grumbach, Am oberen Bach 6
Telefon:
035204/48612
| Telefax: 035204/39666 |
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