
Anfang der sechziger Jahre des
letzten Jahrhunderts entstand in der evangelischen Kirche -
auch durch Erfahrungen in Taizè, im anglikanischen sowie
katholischen Raum - ein neuer Hunger nach Stille und Einkehr.
Evangelische
Pfarrer begannen so genannte Einkehrtage zu halten,
was meist in ökumenischer Zusammenarbeit geschah. Fast immer
waren diese Geistlichen dabei Reisende und Gäste in
Rüstzeitheimen, Erholungsstätten und
Bildungshäusern, oft anderer Kirchen.
"Stille Halten" etablierte sich in vielen Zweigen unserer
Kirche und wurde den Menschen eine wichtige Hilfe auf Ihrem Weg zu Gott.
Unter
den reisenden Pfarrern wuchs zunehmend der Wunsch, auch in der
evangelischen Kirche Häuser für
Einkehrtage und Retraiten zu errichten.
1984 begann Pfarrer Christian Schreier seinen
Dienst in Grumbach und seine Anstellung umfasste je
hälftig Dienst als Pfarrer in der Gemeinde sowie als
Retraitenpfarrer. Er war beseelt von dem Wunsch, der Stille ein Zuhause
zu geben und das Pfarrhaus in Grumbach bot dafür gute
Voraussetzungen.
Bald fanden im noch nicht
umgebauten Gebäude erste Retraitenkurse statt.
Aber
Pfarrer Schreier lag daran, Stille nicht nur zu veranstalten und er
begann mit seinen engsten Mitarbeitern das Stundengebet zu halten
und täglich Eucharistie zu feiern.
Während
des Umbaus entwickelten sich die bis heute
erhaltenen ora-et-labora Zeiten, in denen Arbeit im Haus und
Gebet für den Erdkreis eine Einheit bilden.
1997
durch Bischof Kreß geweiht, ist das Haus mittlerweile eine
feste Adresse für Gruppen- und Einzelseelsorge sowie
Ansprechpartner bei der Bildung kirchlicher haupt- und ehrenamtlicher
Mitarbeiter. Dabei war und ist die Sächsische
Landeskirche dem Haus der Stille mit vielfältiger
Unterstützung von Anfang an zur Seite.

Haus
der Stille Grumbach in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen,
Pfarrer Thomas Schönfuß, 01723 Grumbach, Am oberen Bach 6
Telefon:
035204/48612
| Telefax: 035204/39666 |
E-Mail-Kontakt