Karsamstag
2010Das Tageslicht des Karsamstags
schwindet, dieser Tag war (und ist bis zur Stunde noch immer) anders
als die anderen Tage im Jahr. An diesem Tag war zwar überall
Geschäftigkeit zu entdecken, dennoch fühlte sich
dieser Tag irgendwie "dazwischen" an. Wir sind in Erwartung. Warten auf
die Auferstehung - warten auf das Aufbrechen der Lebendigkeit. Warten
darauf, dass die frohen Worte uns zugesprochen werden. Warten darauf,
dass wir endlich wieder "Halleluja" jubeln dürfen!
Der
Frühling hält Einzug, da ist die Lebendigkeit schon
aufgebrochen!
Die Natur explodiert förmlich,
täglich verändert sich etwas, täglich
erwacht etwas Neues. Wir genießen es und freuen uns.
Manchmal
stelle ich mir allerdings vor, dieses explosionsartige Erwachen
wäre bei uns Menschen – bei mir –
ebenfalls so.
Wäre mir eine solch rasante
Entwicklung (an mir selbst, an meiner Seele, in meinem Tun,
…) nicht einfach viel zu schnell?
Ja, einerseits
begrüße ich freudig und hoffnungsvoll das Erwachen
der Natur, andererseits möchte ich für mich selbst
ein viel gemächlicheres Tempo und einen
überschaubaren Rahmen.
… Nur gut, dass
nicht wir Menschen das regeln und verwalten!
Rechts
das Foto eines einfachen Holzscheits, den ich so in unserem Brennholz
gefunden habe. Das Licht fiel durch den Türspalt darauf, es
kam mir so vor, als sei der Holzscheit Kreuz und Kelch zugleich. Es war
mir unmöglich, ihn im Ofen zu verbrennen, stattdessen habe ich
eine Zeichnung eingefügt.
(die Verfasserin ist der
Redaktion
bekannt)